Der schöne Grund | Reinhard Ermen | Katalog Malereien 2000-2006 | Translation by Elizabeth Volk

Was ist zu sehen? Die Augen suchen, der Betrachter beginnt vor dem Objekt zu wandern; Bilder wie diese wollen erkundet werden, sie erfordern die Wahrnehmung aus wechselnden Perspektiven. Kleine Veränderungen des Lichts führen zu einem anderen Ergebnis. Zeit wird gebraucht, um das Eigentliche zu finden, deshalb sind diese Bilder auch so schwer zu reproduzieren, ein Druck kann bestenfalls einen Zustand, ... [ weiter ]

 

Annäherung der Farbe | Thomas Janzen | „Haus und Garten”, 2004

„Um die Farbe mit Erfolg zu gebrauchen, muss man berücksichtigen, dass die Farbe fortwährend täuscht.“ Josef Albers

Wohl kaum ein Maler hat die Relativität der Farbwahrnehmung eindrücklicher und systematischer vor Augen geführt, als der gebürtige Bottroper Josef Albers. Seine berühmte, über 20 Jahre hinweg entstandene Gemäldeserie der „Homages to the Square“ legt davon künstlerisches Zeugnis ab. Seine nicht weniger berühmte späte Schrift ... [ weiter ]

 

Mehr als Sehen – Über die Macht der Farbe | Sabine Sander-Fell | Kunstverein Bochum, 2003 |
Traduction par Nadia van der Grinten

Raymund Kaiser reflektiert über die Farbe. Seine Bilder handeln von ihrer physischen Beschaffenheit und sinnlichen Wahrnehmung. Dabei wird eine Strategie erkennbar, die sich durch ein Wechselspiel von spiegelnden und opaken Farbflächen auszeichnet. Während Raymund Kaiser in seinen früheren Bildern auf ein formales Kompositionsschema zurückgreift, indem er den Bildraum präzise horizontal oder vertikal teilt, ... [ weiter ]

 

Jens Peter Koerver in: Die Farbe hat mich, Positionen zur nicht-gegenständl. Malerei, Michael Fehr (Hg.), 2000

„Ich versuche einen roten Farbton zu finden, den ich noch nicht gesehen habe, und alles weitere ergibt sich im Prozeß.“

Ist es ein dunkles, verhaltenes Rot? Eher ein rötliches Braun, Kakao ähnlich? Kühl zudem durch eine leichte Rückung in tiefes Violett. Der Versuch, die Farbigkeit des Bildes BR-H3/99 von Raymund Kaiser genau zu sehen und zu beschreiben reichert das nur provisorisch mit dem Farbnotnamen „Braunrot“ ... [ weiter ]

 

Farbe | Karin Stempel | Installation in der Ev.-ref. Kirche Radevormwald, 1998 | Traduction par Klaus Effertz

Die unterschiedlichen Lehrmeinungen über die Vereinbarkeit des Bilderkultes mit dem zweiten Gebot „Du sollst Dir kein Bild noch irgendein Gleichnis machen...“, die zur Zeit der Reformation zu so heftigen Auseinandersetzungen wie dem Bildersturm geführt haben, prägen bis heute noch nachhaltig die Anlage und Ausstattung der Gotteshäuser der unterschiedlichen christlichen Religionsgemeinschaften. Während in katholischen Kirchen die ... [ weiter ]

 

FARBE REALISIEREN | Jens Peter Koerver | artothek Köln, 1997 | Traduction par Nadia van der Grinten

Reduziert auf jeweils zwei hart gegeneinander gesetzte homogen erscheinende Farbflächen konzentrieren sich die Arbeiten Raymund Kaisers ganz auf Erscheinungsweisen von Farbe. Aus der Konzentration der Mittel auf ein Minimum erwächst eine unerwartete Wahrnehmungsfülle des Phänomens Farbe als eines vielfältig ineinandergreifenden Zusammenspiels von Licht, Raum, Farbmaterial, Flächenproportionen, Zeit ... [ weiter ]

 

über malen | Ute Dreckmann | Katalog über malen | galerie januar e.V., 1993

Raymund Kaiser ist Maler. Sein künstlerisches Thema ist die Malerei als Prozeß. Malerei ist das Auftragen von Farbe auf einen dafür vorgesehenden bzw. vorbereiteten Bildträger mittels eines dazu geeigneten Werkzeugs. Thematisiert wird die Farbe in ihrer physischen Beschaffenheit wie in ihrer psychischen Wirkung. ... [ weiter ]

 

Malerei wahrnehmen – Malerei lesen | Tobias Gerstner | Katalog über malen | galerie januar e.V., 1993

Der künstlerische Ansatz von Raymund Kaiser ist analytisch. Der Ausgangspunkt seiner Untersuchungen ist immer die Malerei. Die Ergebnisse seiner künstlerischen Untersuchungen sind Bilder, Wandobjekte und in neuester Zeit auch Installationen. Sie sind zwar noch deutlich auf dem Gebiet der Malerei anzusiedeln. Zugleich befragen sie jedoch auch genau die Randbereiche des Mediums. Sie untersuchen die Grenzen, an ... [ weiter ]